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Urlaub ist...

aufstehen ohne Wecker,

die Seele baumeln lassen,

das Leben genießen,

Neues entdecken und sich daran freuen,

ohne Druck arbeiten.

 

Das alles machen wir im Urlaub.

In der Regel 6 Wochen im Jahr.

 

Und die anderen 46 Wochen?

 

Gilt vielleicht, was einer einmal so formuliert hat:

„Wer Urlaub braucht, lebt eh‘ verkehrt.“ ?

 

 

"Geh aus mein Herz und suche Freud" -

mit den Worten seines bekannten Sommerliedes hat

Paul Gerhardt einst zur Freude aufgerufen.

Anscheinend ist das immer wieder nötig, dass

wir vom Jammern und Klagen weg und hin

zur Fröhlichkeit gerufen werden.

Paul Gerhardt hat auch einen Grund zur Freude genannt:

"Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir

und dir sich ausgeschmücket haben."

Jede Rose und jedes Gänseblümchen, jede Erdbeere und

jede Kirsche ist also recht eigentlich ein Aufruf zur Freude!

 

 

Sind Sie ein Mensch, der sich gerne helfen lässt?

Oder gehören Sie zu jenen, die lieber alles selbst machen bis hin zur Erschöpfung?

An Pfingsten hat Gott seinen Geist ausgegossen über die Menschen.

Es ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Dieser Geist steckt seit der Taufe in uns.

In der Kraft des Geistes können wir zu einem anderen hingehen und ihn bitten: Bitte, hilf mir!

In der Kraft des Geistes können wir neue Wege entdecken und gehen.

In der Kraft des Geistes können wir das Verkehrte hinter uns lassen und das Rechte tun.

 

"Willst du unter Jesus Christus leben

im Glauben an ihn wachsen

und in seiner Gemeinde bleiben?"


Wie würden Sie diese Frage

heute beantworten?

 

 

 

 


 

 

 

Wir wollen alle fröhlich sein

in dieser österlichen Zeit;

denn unser Heil hat Gott bereit.

Es ist erstanden Jesus Christ,

der an dem Kreuz gestorben ist,

dem sei Lob, Ehr zu aller Frist.

 

 

Warum musste Jesus leiden?

Warum als Unschuldiger qualvoll sterben?

 

Die Bibel lehrt:

Damit wir erlöst werden.

 

Was ist das für ein Gott?

Was ist das für ein Gott!

 

 

   Wie wird Friede?

   Franz von Assisi lehrt zu beten:

   O Herr, mach mich zu einem

    Werkzeug deines Friedens

   dass ich Liebe übe, wo man hasst

   dass ich verzeihe, wo man beleidigt

   dass ich verbinde, da, wo Streit ist.

   So wird Friede:

   Dass wir bei uns selbst beginnen.

Im Religionsunterricht wurde das Gleichnis „Vom großen Gastmahl“ (Lukas 14,16-24) besprochen.

Jesus erzählt von einem Menschen (gemeint ist Gott), der zu einem Fest einlädt. Aber viele entschuldigen sich und wollen nicht kommen.

Die Schüler können das gut verstehen.

Und sie fragen: Wozu brauchen wir Gott? Es geht uns doch auch ohne ihn gut.

Und ich denke mir: Es stimmt, wir haben unser Auskommen, haben Essen und Trinken, haben Frieden im Land und manche Freude.

Wozu brauchen Sie Gott?

 

 

Neujahrswünsche:

 

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,

die ich nicht ändern kann;

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann;

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 


 

 

 

 

         Vom Warten II

 

Du wartest, dass der Tag zu Ende geht.

Du wartest, dass der Schmerz aufhört.

Du wartest auf Besuch.

 

Du wartest, dass sich dein Freund meldet,

und dass der Bericht des Arztes kommt.

Du wartest auf den nächsten Ersten

und dass die Prüfung vorbei ist.

 

Du wartest.

In der Kälte des Winters auf den Sommer

und wenn es heiß ist, auf Weihnachten.

Und irgendwie wartest du auch auf Gott.

Dass Frieden werde und du den Sinn verstehst.

Dass ER sich zeigt und Dein Gebet erhört.

 

Du wartest.


Dabei wartet Gott längst schon auf dich.

 

 


 

 

Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh' in einem stillen Gebiet!
Ich leb' allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!

Friedrich Rückert

 


 

 

Ich glaub - ich wähl.


Das war das Motto der KV-Wahl. Es ordnet Glauben und Leben

einander zu.

Glaube an Gott ist nicht weltabgewandt, sondern dem Alltag zugewandt.

Weil ich an Gott glaube, sind mir die Menschen und die Kirche vor Ort wichtig.

Aber damit ich mich nicht im Weltlichen verfange, hilft mir der Blick nach oben.

 

 


          

 

                   Der Prediger Salomo sieht die Welt an.

                   Er sieht ihre Mühen und Sorgen

                   und er kommt für sich zu der Erkenntnis:

                   "Ich sah, dass es nichts Besseres gibt,

                   als dass ein Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit."

                   Prediger Salomo 3,22

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfahrbar

soll er sein im Alltag.

Lieb. Und gerecht.

Unsere Wünsche erfüllend.


Aber ER selbst spricht:

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist,

und nicht auch ein Gott der ferne ist?

 

Licht sein

Jesus hat einst erklärt: Ich bin das Licht der Welt.

Aber zugleich hat er es seinen Nachfolgern zugerufen:

Ihr seid das Licht der Welt.

Seither gilt das den Christen als Auftrag:

Lasst Gottes Licht

durch euch

scheinen in der Welt.

Die Christen leben wie Gänse auf einem Hof. An jedem siebten Tag wird eine Parade abgehalten, und der beredsamste Gänserich steht auf dem Zaun und schnattert über das Wunder der Gänse, erzählt von den Taten der Vorfahren, die einst zu fliegen wagten, und lobte die Gnade und Barmherzigkeit des Schöpfers, der den Gänsen Flügel und den Instinkt zum Fliegen gab.

Die Gänse sind tief gerührt, senken in Ergriffenheit die Köpfe und loben die Predigt und den beredten Gänserich.

 

Aber das ist auch alles.

Eines tun sie nicht - sie fliegen nicht; sie gehen zu ihrem Mittagsmahl.

Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, und der Hof ist sicher.

Sören Kierkegaard

Miteinander reden gehört mit zum Wichtigsten und Schönsten in der Beziehung unter den Menschen. 

So wächst Vertrauen und gegenseitiges Verstehen.

 

Aber nicht wenige reden aneinander vorbei, und andere reden viel und sagen wenig.

 

Der Apostel Paulus hat einst gemeint:

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. 

 

 

 

"Komm, Heiliger Geist!"


Ganz viele Pfingstlieder

beginnen mit der Bitte

um die Gegenwart von Gottes Geist.

Offenbar will er

gebeten sein.

Aber wo er kommt,

da ist Friede und Freude,

da ist Hoffnung und Mut.

 

 

 

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,

 

gib mir Mut zum ersten Schritt.

 

Laß mich auf deine Brücken trauen,

 

und wenn ich gehe, geh du mit.

 

(Text: Kurt Rommel)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

               sie hatte getan was man nicht tut

               sie hatte den den sie zu lieben versprach betrogen

               und jetzt klagen sie an

               jene die unangreifbar sind

               weil sie scheinbar immer alles richtig machen

               und sie sagen die muss bestraft werden

               aber ER sagt

               wenn du noch nie versagt hast

               dann kannst du beginnen zu steinigen

               da gehen sie nachdenklich weg

 

              lerne mit anderen gnädig zu sein

              und auch mit dir selbst

 

 

 

Darum soll sich der Mensch an

die Freude halten. Er soll essen und trinken und sich freuen;


das ist das Beste, was er unter der Sonne bekommen kann während des kurzen Lebens,

das Gott ihm auf dieser Erde schenkt.

Prediger Salomo 8,15

Klagen statt Jammern

so war die Auslegung zu Psalm 13 im Rahmen der Bibelwoche überschrieben.

 

Jammern bezieht sich oft auf Kleinigkeiten des Alltags, wie das Wetter.

Jammern geschieht vor den Menschen und ist oft überflüssig.

 

Klagen reicht in die Tiefe meines Lebens.

Klagen geschieht vor Gott, indem wir ihm unsere Sorgen und Nöte hinhalten.

 

Zur Klage ermuntert uns die Bibel.

 

 

Als schwach in den Augen der Welt gilt

wer krank ist, arm ist, wer keine Freunde oder keinen Einfluss hat.

 

Aber Jesus erklärt:

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

 

Seine Kraft war

die Kraft der Verzeihung,

die Klarheit in den Beziehungen,

das unerschütterliche Gottvertrauen.

Seine Macht war die Liebe.

 

Diese Kraft kann die sonst Schwachen stark machen.

 

 

 

 

Als ein behutsam Licht

stiegst Du von Vaters Thron.

Wachse, erlisch uns nicht,

Gotteskind, Menschensohn.

 

Sanfter, wir brauchen Dich,

dringender war es nie.

Bitten Dich inniglich,

Dich und die Magd Marie.

 

Gib uns von Deiner Güt'

nicht bloß Gered und Schein!

Öffne das Frostgemüt!

Zeig ihm des andern Pein!


Mach, dass nicht allerwärts

Mensch wider Mensch sich stellt.

Führ das verratne Herz

hin nach der schönern Welt.


Frieden, ja ihn gewähr

denen, die willens sind.

Dein ist die Macht, die Ehr,

Menschensohn, Gotteskind.

 

Josef Weinheber

zitiert in: EG, S. 71

Komm, so sehr verheißenes Kind,

wir haben unterm Jahr wieder vergessen wie man empfängt. Inwendig.

 

Komm ruhig zur halben Nacht,

ehe uns morgen die Nacht austritt.

 

Komm, vielleicht lassen sie Dich gar nicht durch,

verkleide dich lieber,

kleines Stück Stern.

 

Richard Exner

zitiert in: EG, S. 42

Sehnsucht

 

Kein Streit mehr,

keine Beleidigungen.

Kein Mobbing, kein Krieg.

Keiner mehr, der rufen muss:

„Das ist ungerecht!“

 

Menschen reden miteinander

und trauen sich das Gute zu.

Recht und Gerechtigkeit

stehen hoch im Kurs.

Menschen und Tiere

leben in Harmonie.

 

Wer kann unsere Sehnsucht stillen?

 

Träume sind Schäume.

Und zugleich sind sie mehr,

sind Ausblick auf das,

was einst sein wird.


Johannes schaut in seiner Offen-barung die neue Erde und erkennt:

„Es wird kein Leid mehr sein, keine Tränen, kein Schmerz; und auch der Tod wird nicht mehr sein.“


Dieses Wissen kann uns neue Kraft geben, wenn wir solche Erfahrungen in unserem Alltag machen.

Träume sind Ermutigung.

 

Buße

meint seinem Ursprung nach "Nutzen, Vorteil" und

büßen

meint "bessern, verbessern".

Wer also "büßt",

verbessert sein Leben.


Suchen wir nicht alle ein besseres Leben?

Reformation

bedeuted ihrem Wesen nach Erneuerung.

Dass es dabei zunächst nicht um die anderen, sondern um mich geht,

zeigt folgender Text aus China:

 

"Herr, erneuere deine Kirche

und fange bei mir an.

Herr, baue deine Gemeinde auf

und fange bei mir an.

Herr, lass Frieden und Gotteserkenntnis

überall auf Erden kommen

und fange bei mir an.

Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit

zu allen Menschen

und fange bei mir an."

 

zitiert nach EG, S. 455

Bei der Konfirmation stellt der Pfarrer den Konfirmanden die Frage:

 

  Wollt ihr unter Jesus Christus, Eurem Herrn, leben,

im Glauben an ihn wachsen

und als evangelische Christen

in seiner Gemeinde bleiben,

so sprecht:

„Ja, mit Gottes Hilfe!“

 

Diese traditionelle Frage haben unsere Konfirmanden wieder mit einem kräftigen "Ja" beantwortet.

 

Mit Jesus leben,

im Glauben wachsen,

in der Gemeinde bleiben.

 

Können Sie dazu auch aus vollstem Herzen "Ja" sagen?

 

 

 

 

 

 

Christen sind Protestleute

gegen den Tod.


(Christoph Blumhardt)