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Ostern
Der Tod ist verschlungen
in den Sieg. (Paulus)
So wie ein Fisch in die Maschen eines Netzes
verschlungen ist -
so ist der Tod gefangen.
Er ist zwar noch da.
Aber er ist entmachtet.
Vom neuen Leben, das
Gott schafft.
Jesus Christus,
Menschen haben dir zugejubelt
und dich dann doch allein gelassen.
Du wurdest gefoltert und getötet.
Wir erschrecken über die dunklen Möglichkeiten, die in uns sind.
Schenke uns Klarheit über uns selbst,
über unsere Zuneigungen und unsere Aggressionen.
Hilf uns um deiner Liebe willen.
sie hatte getan was man nicht tut
sie hatte den den sie zu lieben versprach betrogen
und jetzt klagen sie an
jene die unangreifbar sind
weil sie scheinbar immer alles richtig machen
und sie sagen die muss bestraft werden
aber ER sagt
wenn du noch nie versagt hast
dann kannst du beginnen zu steinigen
da gehen sie nachdenklich weg
lerne mit anderen gnädig zu sein
und auch mit dir selbst
Ikarus
ist mit selbst gebauten Flügeln aus Federn und Wachs
bis in den Himmel geflogen.
Als er der Sonne zu nah kam, stürzte er ab.
Die griechische Sage mag uns als Gleichnis dienen:
Wer seine Ziele zu hoch steckt, wer zuviel von sich und
anderen erwartet, ist in der Gefahr abzustürzen.
Deshalb:
7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz!
Darum soll sich der Mensch an
die Freude halten. Er soll essen und trinken und sich freuen;
das ist das Beste, was er unter der Sonne bekommen kann während des kurzen Lebens,
das Gott ihm auf dieser Erde schenkt.
Prediger Salomo 8,15
Klagen statt Jammern
so war die Auslegung zu Psalm 13 im Rahmen der Bibelwoche überschrieben.
Jammern bezieht sich oft auf Kleinigkeiten des Alltags, wie das Wetter.
Jammern geschieht vor den Menschen und ist oft überflüssig.
Klagen reicht in die Tiefe meines Lebens.
Klagen geschieht vor Gott, indem wir ihm unsere Sorgen und Nöte hinhalten.
Zur Klage ermuntert uns die Bibel.
Als schwach in den Augen der Welt gilt
wer krank ist, arm ist, wer keine Freunde oder keinen Einfluss hat.
Aber Jesus erklärt:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Seine Kraft war
die Kraft der Verzeihung,
die Klarheit in den Beziehungen,
das unerschütterliche Gottvertrauen.
Seine Macht war die Liebe.
Diese Kraft kann die sonst Schwachen stark machen.
Als ein behutsam Licht
stiegst Du von Vaters Thron.
Wachse, erlisch uns nicht,
Gotteskind, Menschensohn.
Sanfter, wir brauchen Dich,
dringender war es nie.
Bitten Dich inniglich,
Dich und die Magd Marie.
Gib uns von Deiner Güt'
nicht bloß Gered und Schein!
Öffne das Frostgemüt!
Zeig ihm des andern Pein!
Mach, dass nicht allerwärts
Mensch wider Mensch sich stellt.
Führ das verratne Herz
hin nach der schönern Welt.
Frieden, ja ihn gewähr
denen, die willens sind.
Dein ist die Macht, die Ehr,
Menschensohn, Gotteskind.
Josef Weinheber
zitiert in: EG, S. 71
Komm, so sehr verheißenes Kind,
wir haben unterm Jahr wieder vergessen wie man empfängt. Inwendig.
Komm ruhig zur halben Nacht,
ehe uns morgen die Nacht austritt.
Komm, vielleicht lassen sie Dich gar nicht durch,
verkleide dich lieber,
kleines Stück Stern.
Richard Exner
zitiert in: EG, S. 42
Sehnsucht
Kein Streit mehr,
keine Beleidigungen.
Kein Mobbing, kein Krieg.
Keiner mehr, der rufen muss:
„Das ist ungerecht!“
Menschen reden miteinander
und trauen sich das Gute zu.
Recht und Gerechtigkeit
stehen hoch im Kurs.
Menschen und Tiere
leben in Harmonie.
Wer kann unsere Sehnsucht stillen?
Träume sind Schäume.
Und zugleich sind sie mehr,
sind Ausblick auf das,
was einst sein wird.
Johannes schaut in seiner Offen-barung die neue Erde und erkennt:
„Es wird kein Leid mehr sein, keine Tränen, kein Schmerz; und auch der Tod wird nicht mehr sein.“
Dieses Wissen kann uns neue Kraft geben, wenn wir solche Erfahrungen in unserem Alltag machen.
Träume sind Ermutigung.
Buße
meint seinem Ursprung nach "Nutzen, Vorteil" und
büßen
meint "bessern, verbessern".
Wer also "büßt",
verbessert sein Leben.
Suchen wir nicht alle ein besseres Leben?
Reformation
bedeuted ihrem Wesen nach Erneuerung.
Dass es dabei zunächst nicht um die anderen, sondern um mich geht,
zeigt folgender Text aus China:
"Herr, erneuere deine Kirche
und fange bei mir an.
Herr, baue deine Gemeinde auf
und fange bei mir an.
Herr, lass Frieden und Gotteserkenntnis
überall auf Erden kommen
und fange bei mir an.
Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit
zu allen Menschen
und fange bei mir an."
zitiert nach EG, S. 455
Das Gleichnis vom Bauzaun
7 Wochen war unser Kirchenvorplatz durch einen Bauzaun abgesperrt. Wer über den Platz laufen wollte, fand den Weg versperrt.
Die meisten, die an den Zaun kamen, haben sich vielleicht geärgert, sind aber umgekehrt und haben einen anderen Weg gesucht.
Andere haben den Zaun missachtet - mit Folgen: Sie haben sich dreckige Schuhe geholt, sind zum Teil gestolpert oder haben frisch gesetzte Steine umgeworfen. Sie haben sich selbst in Gefahr gebracht.
So ist es mit den Geboten Gottes:
Sie versperren manchmal einen Weg, den man gehen will.
Wer sie übertritt gerät in Gefahr.
Aber wer sie einhält, ist zugleich geschützt.
Im Vaterunser bitten wir Gott
um das tägliche Brot.
Was heißt denn tägliches Brot?
Martin Luther meint,
Brot ist alles, was nötig ist für das Leben:
es ist Essen und Trinken,
aber auch
Haus und Hof,
Kleidung und Schuhe,
treue Eheleute und Kinder,
gute Freunde und Nachbarn,
eine gute Regierung,
gutes Wetter,
Gesundheit,
Friede.
vgl. Kleiner Katechismus in EG 905, S. 1558
Eigentlich bin ich ganz anders,
nur komme ich so selten dazu.
Ödön von Horvath
Ein Mensch lebt
von der Hoffnung.
Ohne Hoffnung ist er wie tot.
Der Prophet Jesaja schreibt:
"Durch Stillesein und Hoffen werdet ihr stark sein."
(Jesaja 30,15)
Photo: H.-J. Jürgens
Menschen,
die aus der Hoffnung leben,
sehen weiter,
Menschen,
die aus der Liebe leben,
sehen tiefer,
Menschen,
die aus dem Glauben leben,
sehen alles in einem anderen Licht.
(Lothar Zenetti)
kein wecker klingelt
und ruft dich zur arbeit
kein telefon zur pflicht
Urlaub
ein glas rotwein auf dem balkon
ein buch lesen ohne schlechtes gewissen
Urlaub
die seele baumeln lassen
zeit für besuche, für wasser und strand
Urlaub
ruhet ein wenig
- hat schon jesus gesagt -
sammelt neue kraft
Geh aus, mein Herz, und suche Freud,
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.
Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum,
und lass mich Wurzeln treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze mögen bleiben.
aus: Ev. Gesangbuch, 503, Strophen 1 und 14
Was begeistert Sie?
Wofür sind Sie Feuer und Flamme?
meine Familie Bienen Kinderlachen Fußball Pudding essen
gemeinsames Singen schöne Gottesdienste Computer spielen
Lesen Musik Autos, Bagger die tolle Gemeinschaft in unserer
Kirchengemeinde
... das waren einige der Antworten, die beim Familiengottesdienst zum Sommerfest gegeben wurden.
Was begeistert SIE, die diese Zeilen lesen?
Himmelfahrt meint:
Jesus ist in den Machtbereich Gottes zurückgekehrt.
Vorher war er nur in Palästina erfahrbar, aber danach kann man ihn an jedem Ort dieser Erde anrufen, spüren, um Hilfe bitten.
Jesus ist in den Himmel entrückt -
um den Menschen nahe zu sein.
Bei der Konfirmation stellt der Pfarrer den Konfirmanden die Frage:
Wollt ihr unter Jesus Christus, Eurem Herrn, leben,
im Glauben an ihn wachsen
und als evangelische Christen
in seiner Gemeinde bleiben,
so sprecht:
„Ja, mit Gottes Hilfe!“
Diese traditionelle Frage haben unsere Konfirmanden wieder mit einem kräftigen "Ja" beantwortet.
Mit Jesus leben,
im Glauben wachsen,
in der Gemeinde bleiben.
Können Sie dazu auch aus vollstem Herzen "Ja" sagen?
Christen sind Protestleute
gegen den Tod.
(Christoph Blumhardt)
PASSIONSZEIT
Wir werden aufmerksam auf das Leiden Jesu.
Wir machen uns bewusst,
wo wir persönlich ein Leid zu tragen haben.
Am Leid und Schmerz muss man nicht zerbrechen!
Der Psalmbeter gibt als Erfahrung weiter:
"Gelobt sei der HERR täglich.
Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch." (Psalm 68,20)
Früher hieß Mission,
wir bringen "unterentwickelten" Ländern unseren Glauben
und unsere Kultur.
Heute lautet das Motto:
Mission ist Partnerschaft - Partnerschaft ist Mission
Die Leitgedanken der Partnerschaft zwischen den Dekanaten in Würzburg und in Ruvuma/Tansania lauten:
aufeinander hören - voneinander lernen - miteinander teilen
Gebet für Japan
Barmherziger Gott, Schöpfer der Welt,
mit den Menschen aus aller Welt vereinen wir uns in unserem Gebet für die Menschen in Japan.
Wir bitten dich um dein heilendes Erbarmen.
Gib Hoffnung inmitten der Zerstörung.
Öffne Räume der Geborgenheit inmitten der Verwüstung.
Sei du Rettung, wo menschliche Hilfe versagt.
Tröste die Trauernden und stärke die Rettungskräfte.
Die Toten birg du in deiner Liebe.
Entsetzt schauen wir auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima.
Steh denen bei, die alles tun, um die Folgen der Katastrophe zu begrenzen.
Behüte die Menschen im Nordosten Japans.
Bewahre sie in den tödlichen Strahlen.
Gib uns die Kraft, die Wege des Todes und der Zerstörung zu verlassen.
Dich bitten wir, denn du umgreifst Himmel und Erde.
Dir vertrauen wir uns an, denn du kennst jede Angst.
Auf dich hoffen wir, denn du leidest mit deinen Geschöpfen.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder.
Amen.
Quelle: www.velkd.de
Heimsuchung heißt heute:
ein Schicksalsschlag oder eine
Krankheit, ein Trauerfall.
Gemeint war ursprünglich:
Gott sucht uns daheim.
Er sucht uns zuhause auf.
Er weiß unsere Adresse und das
Stockwerk, in dem wir wohnen.
Friedrich Walz
(zitiert im Evangelischen Gesangbuch)
„Vergnügt“
Vergnügt leben können,
zufrieden und ausgelassen in den Tag hinein gehen,
auch heiter und beschwingt auf Fragen mancher seltsamer Zeitgenossen reagieren,
wer wünscht sich das nicht?
Die Momente, in denen wir wirklich vergnügt sein können,
sind viel zu selten.
Es gibt viel zu oft etwas, das uns hindert,
froh zu sein, gut gelaunt aufzustehen
und neugierig zu sein,
was der Tag so alles bringt.
Gott will, dass wir fröhlich und vergnügt sind.
Wir sind eingeladen zu einem vergnügten Leben.
Unser Glaube gibt uns die Kraft dazu.
Heilig
ist Gott
und hoch erhaben.
Menschen
sind vor ihm
wie Heuschrecken
und Völker
wie ein Tropfen am Eimer.
Heilig
ist Gott.
Aber im Heiligen Mahl
teilt er sich aus
und kommt uns liebend nahe.
Geheimnis des Glaubens.
(nach Jesaja 40)
Nein, es ist nicht gesagt,
dass es für dich
nur den einen Weg gibt,
so als wäre die Richtung schon fest,
das Ziel bereits navigiert,
von irgendeinem Schicksal so bestimmt
oder gar durch eine fromme Schablone
vorgegeben verordnet.
Deinen eigenen Weg darfst du gehen,
deinen ureigenen Weg,
ausgetretene Pfade verlassen,
unbeirrt Neues wagen,
den weiten Horizont in den Blick nehmen,
von Umwegen profitieren,
ja selbst durch Irrwege
auf wichtige Erfahrungen stoßen.
Das Labyrinth deiner Wege
mit seinen vielfältigen Wendungen
will dich letztendlich
zur Mitte deines Lebens führen.
Und es ist eben nicht gesagt,
dass Gott in seiner Offenheit
deine ganz anderen Wege
nicht segnend begleitet.
Karl Schmidt
zitiert in: Sonntagsblatt
Es ist nicht Zufall, was uns passiert.
Nicht Willkür oder blindes Schicksal.
Es ist Gottes Handeln.
Und nichts geschieht, ohne sein Wissen.
Nichts ohne Sinn.
Aber manches bleibt uns Menschen unverständlich.
Und manches begreift man erst im Nachhinein.
Mein Geheimnis kannst du nicht entschlüsseln.
Aber "du darfst hinter mir her sehen." -
so hat Gott einst zu Mose gesagt.
(vgl. 2. Mose 33,23)
Ich sagte zu dem Engel,
der an der Pforte des neuen Jahres stand:
Gib mir ein Licht,
damit ich sicheren Fußes der Ungewißheit
entgegengehen kann!
Aber er antwortete:
Gehe nur hin in die Dunkelheit
und lege deine Hand in die Hand Gottes!
Das ist besser als ein Licht
und sicherer als ein bekannter Weg!
Aus China zitiert im Evang. Gesangbuch
Maria
Die Nacht der ersten Geburt war
Kalt gewesen. In späteren Jahren aber
Vergaß sie gänzlich
Den Frost in den Kummerbalken und rauchenden Ofen.
Aber vor allem vergaß sie die bittere Scham
Nicht allein zu sein
Die den Armen eigen ist.
Hauptsächlich deshalb
Ward es in späteren Jahren zum Fest, bei dem
Alles dabei war.
Das rohe Geschwätz der Hirten verstummte.
Später wurden aus ihnen Könige in der Geschichte.
Der Wind, der sehr kalt war
Wurde zum Engelsgesang.
Ja, von dem Loch im Dach, das den Frost einließ, blieb nur
Der Stern, der hineinsah.
Alles dies
Kam vom Gesicht des Sohnes, der leicht war,
Gesang liebte
Arme zu sich lud
Und die Gewohnheit hatte, unter Königen zu leben
Und einen Stern über sich zu sehen zur
Nachtzeit.
(Bertolt Brecht)
Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen
dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
auch deine Angst und Pein.
Dem alle Engel dienen,
wird nun ein Kind und Knecht.
Gott selber ist erschienen
zur Sühne für sein Recht.
Wer schuldig ist auf Erden,
verhüll nicht mehr sein Haupt.
Er soll errettet werden,
wenn er dem Kinde glaubt.
aus: EG 16
Gott kommt zu uns.
Wir müssen nicht mehr zweifelnd nach ihm fragen.
Gott kommt zu uns,
um seine Gnade allen anzusagen.
Gott kommt zu uns und lässt uns wieder hoffen.
Sein großes Herz ist für uns alle offen.
Gott kommt zu uns.
Johannes Jourdan
Karl Barth war im vergangenen Jahrhundert ein namhafter Theologieprofessor. Nach einem Gottesdienst wurde er von einer Kirchenbesucherin gefragt:
"Stimmt es, Herr Professor, dass wir im Himmel alle unsere Lieben wiedersehen werden?"
"Ja", sagte Barth, "aber die anderen auch."
zitiert in "Lesegottesdienst", Jg. 2009/10, Nr. 62
Augenschein
Zur Nacht hat ein Sturm alle Bäume entlaubt
sieh sie an, die knöchernen Besen.
Ein Narr, wer bei diesem Anblick glaubt
es wäre je Sommer gewesen.
Und ein größerer Narr, wer träumt und sinnt
es könnt je wieder Sommer werden.
Und grad diese gläubige Narrheit, Kind,
ist die sicherste Wahrheit auf Erden.
Ernst Ginsberg
Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist.
Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den keiner sonst hat.
Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen, und ich merke auf und höre: Da bist du ja.
Augustinus
zitiert in: Die Losungen 2010
Ich glaube, dass an Jesus sichtbar wurde, wie Gott zu uns steht.
Er hat Gutes nicht böse und Böses nicht gut genannt, aber er hat keinen jemals abgeschrieben und ist härter gegen hochmütige Urteile aufgetreten als gegen Menschen, die versagt hatten.
Karl-Heinz Ronecker zitiert in "Die Losungen 2010"
Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht
der Sonnenschein.
Bis wir uns dann wiedersehen,
hoffe ich, dass Gott
dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen,
doch drücke seine Hand
dich nie zu fest.
(Irischer Reisesegen)
Vater unser ...
unser tägliches Brot gib uns heute.
Was ist das?
Gott gibt das tägliche Brot auch ohne unsere Bitte allen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er's uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.
Was heißt denn tägliches Brot?
Alles, was not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherren, gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen.
aus dem Kleinen Katechismus
Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre.
Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.
Aus dem Warschauer Ghetto, zitiert nach EG, S. 1485
Der Enkel des Rabbi Baruchs spielte einmal mit einem Freund Verstecken. Er verbarg sich in einem Schrank im hintersten Winkel einer Scheune und wartete in seinem Versteck lange Zeit. Er wartete und wartete und dachte dann, dass das Versteck wohl zu schwierig sei, und der Freund ihn deshalb nicht finden konnte. Nachdem er nochmals eine ganze Weile gewartet hatte, kam er schließlich aus seinem Versteck heraus. Da merkte er, dass der andere nicht mehr zu sehen war und, dass er ihn auch überhaupt nicht gesucht hatte. Voller Enttäuschung rannte er in die Stube seines Großvaters und weinte und klagte, wie gemein das doch sei. Der Großvater Rabbi Baruch, ein gelehrter Mensch voller Gottvertrauen nahm ihn in die Arme um ihn zu trösten und dann sagte er zu ihm: Mit dieser Erfahrung bist du nicht allein, genau so wie du spricht Gott auch.
Denn er sagt: Ich verberge mich im Leben der Menschen, und keiner will mich suchen.
zitiert nach: Margot Käßmann, Wurzeln, die uns Flügel schenken, S. 86
Sorgt nicht um euer Leben,
was ihr essen und trinken werdet;
auch nicht um euren Leib,
was ihr anziehen werdet.
Ist nicht das Leben mehr als die
Nahrung und der Leib mehr als
die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an:
sie säen nicht, sie ernten nicht,
sie sammeln nicht in die Scheunen;
und euer himmlischer Vater
ernährt sie doch.
Matthäus 6, 25-26